Hauptregion Südtirol

Beschreibung der Region Grödnertal / Val Gardena

Gröden, auch Grödnertal genannt, (ladinisch: Gherdëina, italienisch: Val Gardena, rätoromanisch: Gardeïna) ist ein Dolomitental in Südtirol. Zusammen mit dem Gader- und dem Fassatal, sowie Buchenstein (Fodom) und Cortina d'Ampezzo (Anpezo) gehört es zum Rückzugsgebiet der ladinischen Sprache. Das Seitental des Eisacktals beginnt bei Waidbruck und führt nach Osten hinauf bis zum Sellastock bzw. zu den Pässen Sella- und Grödnerjoch, welche am Sellastock an der südlichen bzw. östlichen Seite anschließen. Durchflossen wird das Grödnertal vom Grödnerbach (oder Derjon bzw. Dirschingbach), der mit einer Länge von etwa 26 km und einem Einzugsgebiet von 199 km² nach der Rienz den wichtigsten Zufluss des Eisacks bildet. Gröden hat ca. 10.000 Einwohner, aufgeteilt auf die drei Gemeinden St. Ulrich (Urtijëi/Ortisei) mit 5635, St. Christina mit 1805 und Wolkenstein (Sëlva/Selva) mit 2570 Einwohnern, die zur Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern gehören. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist der Tourismus (besonders der Wintersport). Bekannt sind aber auch die weltweit berühmten Grödner Holzschnitzereien. Im äußeren („unteren“) Grödnertal von Waidbruck im Eisacktal bis zum Boden von Pontives auf einer Höhe von 1200 Meter spricht man ausschließlich Deutsch, hinter der Talenge der Porta Ladina dominiert in den Hauptgemeinden St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein bis über das Grödnerjoch hinaus das Ladinische. Die Ladiner sprechen jedoch neben ihrer Muttersprache auch fließend Deutsch. Das Tal wurde ab 1916 bis zu ihrer Einstellung 1960 von der Grödnerbahn erschlossen.

Orte in der Region Grödnertal / Val Gardena

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